Brauenglattstirnkaiman                                                                               (paleosuchus palpebrosus)

 

Der Brauenglattstirnkaiman zählt zu den kleinsten Krokodilartigen überhaupt. Er wird maximal 150-170cm.       Es sei jedoch gleich zu Anfang gesagt dass diese Tiere nicht in die Hände unerfahrener Pfleger gehören. Panzerechsen stellen eine potentiellen Gefahr für ihren Pfleger und ihre Umwelt dar. Man sollte diese Tiere nur halten wenn man ausreichend Platz und die nötigen Kenntnisse hat (http://www.sachkundenachweis.de).                                                                                                              Selbst ein kleines Tier von etwa 100cm ist in der Lage eine Hand zu durchtrennen. Auch kann man diese Tiere so gut wie nicht zähmen. Sie werden dem Pfleger gegenüber immer sehr aggressiv sein und versuchen ihn zu verletzen sollte er ihre Warnungen nicht erhören. Solche Tiere gehören in Zoologische Gärten oder die Hände sehr erfahrener, sachkundiger und verantwortungsbewusster Pfleger.

               

                 

Vorkommen/ Temperatur:

p. palpebrosus bewohnt die Galeriewälder von Französisch Guyana und kommt in sumpfigen versteckten Wäldern in Mittelamerika vor. Die Wassertemperatur sollte etwa 27 Grad betragen die Umgebungstemperatur immer etwa 2-3 Grad mehr. Unter dem Strahler sollte es 35-40 Grad warm sein.

 

Haltung:

p. palperbrosus wird in großen Aquaterrarien gehalten, die über einen genügend großen Landteil sowie dichte Bepflanzung und tiefes am besten gefiltertes Wasser verfügen. Über die Konstellation der Geschlechter sollte man selbst nachdenken. Vor allem ist das Geschlecht bei Jungtieren nur schwer zu erkennen, wenn überhaupt dann durch eine Endoskopie.                                                                                                                                                                                 An  dieser Stelle kann ich nur das Buch "Ein Leben mit Panzerechsen" von Joachim Brock empfehlen. Paleosuchus palpebrosus ist nachtaktiv und zeigt sich tagsüber nur selten.

 

Technik:

Das Wasser sollte am besten über einen großes Außenfilter gefiltert und direkt beheizt werden. Die Wassertemperatur sollte ca. 27 Grad betragen. Die Beleuchtung  sollte aus Wärmelampen bestehen die hauptsächlich den Landteil bestrahlen. Eine kleine Leuchtstoffröhre ergänzt das Spektrum. Auf keinen Fall sollten zu helle Lampen verwendet werden, da diese unheilbare Netzhautschäden bei den Tieren auslösen könnten.

 

Ernährung:

p. palpebrosus wird hauptsächlich mit Fisch ernährt, den er sich selbst im Wasserteil fängt. Zusätzlich werden Insekten wie Heuschrecken und Grillen und mageres Fleisch wie Hühnchen Brust angeboten. Es darf auf keinen Fall Salzwasserfisch verfüttert werden. Das Futter sollte so abwechslungsreich wie möglich sein. Auch Goldfische sollten aufgrund ihres hohen Fettgehaltes nicht verfüttert werden. Gut geeignet sind Barsche ohne harten Rückenkamm sowie versch. Zierfische (Fadenfische, Platys, Guppys usw.) Die Schwanzwurzel des Tieres sollte immer gut ausgefüllt sein und darf auf keinen Fall eingefallen aussehen (zu wenig Futter), jedoch sollte man auch nicht zu viel und vor allem nicht zu fett füttern.

 

Einrichtung:

Der Wasserteil sollte mit feinem Kies oder Sand als Bodengrund ausgestattet sein. Der Landteil aus Erde oder Humus. Das Becken sollte von allen Seiten gut bepflanzt sein und viele Versteckmöglichkeiten in Form von ´zum Beispiel Kork im Wasser oder Mangrovenwurzeln die überwachsen sind bieten. Der Wasserspiegel sollte bei Jungtieren von 15cm bis auf wenige cm abflachen.