Dornschwanzagamen                                                                          (uromastyx- Komplex)

 

Dornschwanzagamen sind mehr oder weniger oft in der Terraristik vorzufinden. Es gibt sehr viele Arten dieser Gattung, wobei ich mich hier auf uromastyx geyri beschränken möchte, da ich diese Art selber halte. Andere Arten sind folgende (ohne Unterarten): u. acanthinura, u. aegyptia, u. ocellata, u. princeps.                              Die meisten Arten sind wunderschön gefärbt und benötigen sehr hohe Temperaturen. Vor einigen Jahren waren es Mode Tiere die massig importiert wurden und auch dem entsprechend massig falsch gehalten wurden. Aber mittlerweile hat sich das wieder etwas gelegt. Für Anfänger sind die Tier aufgrund ihrer Ansprüche in Sachen Nahrung und der mehr oder weniger schwierigen Inkubation der Eier nicht geeignet.

 

Vorkommen/ Temperatur:

Uromasty  geyri kommt hauptsächlich im Hoggar und Air- Gebirge des Adrar und des Iforas in Nordostmali     und Südalgerien vor. Die Temperatur sollte im Terrarium tagsüber zwischen 30 und 40 Grad sein. Lokal unter Wärmestrahlern zwischen 50 und 60 Grad. Nachts kann sie jedoch bis auf 18 Grad sinken.

 

 Haltung:  

u. geyri sollte paarweise oder in einer Gruppe, wobei sich die Haltung mehrerer Männchen selbstverständlich ausschließt, gehalten werden. Die Mindestmaße für eine Gruppe von 1,2 sowie einem Pärchen betragen          200x 80x100cm.

 

 Technik: 

Zitat aus "Wilms Dornschwanzagamen":   ,,Die Lichtfülle kann bei Dornschwanzagamen gar nicht groß genug sein". Also sollte man den Tieren entsprechende Lichtquellen bieten. Ich gebe mal ein Beispiel: In einem Becken von 200x80x100 sollten 3 Leuchtstoffröhren in der vollen Länge installiert sein , sowie ein 100 Watt Spotstrahler, und die unverzichtbare 160Watt Zoo Med Powersun. Die zwei letzt genannten sollten über Sonnenplätzen installiert sein.

 

Nahrung:

Dornschwanzagamen werden während ihres juvenilen Lebensabschnittes 50/50% mit Kräutern und Gemüse sowie mit Lebendfutter ernährt. Adulte Tiere erhalten nur einmal wöchentlich ein wenig Lebendfutter, ansonsten werden sie ausschließlich mit Gemüse und Kräutern bzw. Sämereien ernährt.  Lebendfutter setzt sich hauptsächlich aus versch. Insekten wie Heuschrecken, Heimchen u.ä zusammen als Ergänzung dienen Mehlwürmer und Zoophobas (ganz selten, da zu viel Eiweiß)                                                                          Pflanzlich sollte mit folgendem gefüttert werden:

Wildpflanzen: Löwenzahn, Spitz und Breitwegerich, versch. Kleearten, Wicken, Robinie, Korbblütler, Habichtskraut,  Geiskraut,  Nelkengewächse, Vogelmiere.                                                                                 Andere Futterpflanzen: Gänseblümchen, Luzerne, Huflattich, Borretsch, Dill, Kerbel, Libstöckel, Rosmarion, Salbei, Sauerampfer, Zitronenmelisse,                                                                                                           Trockenfuttermischung:  Grüne und Rote Linsen, kleinkörnigem Mais, kl. gr. Erbsen, Weizen, Sojabohnen, Wickensaat, Hafer, Reis, Hanf, Mungobohnen, Sonnenblumenkernen, Buchweizen und Hirse. Auch diese Mischung sollte wie das restliche pflanzliche Futter immer zur Verfügung stehen.

 

Einrichtung:

Das Terrarium sollte einen sandigen oder erdigen Bodengrund enthalten der mindestens 15 cm hoch ist und in dem die Tiere gut Höhlen anlegen können. Sie sollten viele Versteckmöglichkeiten haben und mehrere Sonnenplätze, auch Zonen mit gemäßigter Temperatur sollten zur Verfügung stehen. Mit umgedrehten kleinen Regenrinnen aus Plastik kann man wunderbare Höhlensysteme anlegen. Man sollte mehrere Ebenen schaffen und den Tieren Ausweichmöglichkeiten untereinander schaffen.

 

 

                           Jungtier von uromastyx geyri. Etwa 1 Jahr alt.